Blogbeitrag

11 | 082011

Pimp my Kommentarfeld

Geschrieben von um 20:18 Uhr

Kein Blogger kommt an zusätzlichen Erweiterungen vorbei, wenn er seinen Besuchern etwas anbieten möchte, egal ob er den komfortablen Weg über fertige Plugins wählt oder den etwas schwierigeren Weg des manuellen Einbaus von zusätzlichem Code in seinem WordPress-Template.

So geht es mir auch hier in meinem Blog. Es vergeht kaum eine Woche, in der ich nicht irgendwelche neue Ideen teste oder irgendwo herumschraube. Dabei nehme ich mir immer irgendwelche Ecken im Blog vor und überlege, was man dort noch alles verbessern kann. Sei es das Umgestalten der Blogroll, die Integration von Google+, das Ändern des Autorenlinks, die Bestückung der Sidebar oder wie in den letzten Tagen die Änderungen im Kommentarbereich.

Hier habe ich gleich zwei Änderungen vorgenommen, die zwar eher zu der kleineren Sorte an Umbaumaßnahmen gehören, aber dennoch in meinen Augen einen Mehrwert haben und das Aussehen und die Benutzerfreundlichkeit steigern.

Comment Form Quick Tags

Jeder wie er es gewöhnt ist, das gilt auch beim Verfassen eines Kommentars. Der Eine ist eher der Typ, der nicht nur den Inhalt im Kommentarfeld hinterlässt, sondern diesen auch ansprechend mit HTML-Tags versieht, so dass evtl. wichtige Stellen fett markiert oder unterstrichen sind, dass bei längeren Inhalten auch Absätze genutzt werden, um den Kommentar besser lesbar zu machen, usw.

Der Andere ist es (so wie ich) eher aus Foren gewöhnt, zum Gestalten des Inhaltes Buttons mit entsprechenden Befehlen zu benutzen. Nicht das ich die HTML-Tags nicht beherrsche, aber manchmal ist man halt ein Gewohnheitstier. :-)

Umso interessanter war der Artikel von Vladimir, in dem er das Plugin Comment Form Quick Tags vorstellte. Damit kann man nun auch die schönen Buttons in sein WordPress bringen. Habe ich natürlich auch gleich umgesetzt und hoffe damit nun auch, den Kommentatoren auf meinem Blog etwas mehr Benutzerfreundlichkeit zu bieten.

wp-Monalisa

Eine weitere Änderung hat sich in Bezug auf die Einbindung der Smilies ergeben. Hierzu nutze ich schon seit einer Weile das Plugin wp-Monalisa, welches sehr umfangreiche Möglichkeiten bietet, die Smilies in seinem Blog zu verwalten. Außerdem erzeugt das Plugin bei Bedarf klickbare Smilies für das Kommentarfeld und diese Möglichkeit biete ich ebenfalls an, da man so seinen Kommentar mit passenden Smilies aufhübschen kann.

Seitdem aber WordPress die Kommentarfunktion umgebaut hatte (ich weiß nicht mehr in welcher Version), konnte man die klickbaren Smilies nicht mehr in der Nähe des Feldes für den eigentlichen Kommentar platzieren, sondern nur entweder oberhalb des kompletten Kommentarfeldes oder unterhalb des Senden-Buttons. Das mag jetzt zwar kein Weltuntergang sein, aber in meinen Augen verwirrt das eher, als es genutzt wird, bzw. die klickbaren Smilies gehen eher unter und werden nicht genutzt.

Hier hat nun aber der Autor Hans Matzen nachgelegt und sein Plugin dahingehend abgeändert, dass die Smilies nun in das Kommentar-Array eingebaut werden können, wo immer man diese anzeigen lassen möchte. Mittlerweile gibt es die Version wp-Monalisa 1.4, mit der man nun auf die Funktion „get_wpml_comment()“ zurückgreifen kann.  Somit sollte es nun in allen gängigen WordPress-Templates möglich sein, die Smilies im Kommentarfeld anzuordnen.

Auf diesem Wege nochmals meinen herzlichen Dank für die schnelle und unkomplizierte Hilfe an Hans, den Autor des Plugins wp-Monalisa!

Anordnung der Smilies im Kommentarfeld

Wer sich etwas in PHP auskennt, dem sollte es nicht schwer fallen, den Ausgabewert für die Smilies an anderer Stelle in dem Kommentar-Array zu platzieren. Alles, was wir dazu benötigen, ist die Funktion „get_wpml_comment()“. Diese müssen wir nun in die „comments.php“ des Templates einbauen.

Bevor die Änderungen durchgeführt werden, sollte in den Einstellungen des Plugins der Punkt „Smilies im Kommentarformular anzeigen“ deaktiviert werden, da sonst nach dem Umbau die Smilies doppelt erscheinen würden.

In meinem Beispiel habe ich die Smilies direkt unter das Textarea-Feld eingebaut. Entsprechendes Codestück sah vor dem Einbau folgendermaßen aus:

So werden die Smilies mit der automatischen Einbindung angezeigt.

Nun müssen wir den Code so ändern, dass die Smilies vor dem Satz „Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht“ erscheint. Dazu ändern wir den Code folgendermaßen ab:

Manueller Einbau direkt unterhalb des Textfeldes.

Will man den Code z.B. nach diesem Satz erscheinen lassen, würde die Änderung folgendermaßen aussehen:

Manueller Einbau unterhalb des Textfeldes und des Hinweistextes.

Sollte  der Umbau nicht den gewünschten Erfolg bringen kann es sein, dass das genutzte WordPress-Template nicht geeignet ist für den manuellen Umbau oder der Entwickler des Templates vielleicht nicht ganz sauber gearbeitet hat. Hier bietet es sich an, auf der Supportseite des Autors nachzufragen, denn auch bei exotischen Templates gibt es eventuell Möglichkeiten, diese zu unterstützen.

Soweit zu den Änderungen im Kommentarbereich. Was mir jetzt noch fehlt ist die Möglichkeit, den Besuchern für eine gewisse Zeit zu erlauben, die eigenen Kommentare zu bearbeiten. Kann ja immer mal vorkommen, dass man sich vertippt hat und man noch etwas ändern möchte.

Kennt hier jemand eine Möglichkeit oder ein Plugin, mit dem man diese Funktion anbieten kann?

Beitragsdetails

Tags » , , , , , , , , «

Kategorie » WordPress «

Trackback: Trackback-URL |  Kommentar-Feed: RSS 2.0 | 1073 Worte

Der Autor

gravatar

Beitrag kommentieren

Trackbacks: 1

  1. 1

    KeinWindowsMehr, wordpress « wp-Monalisa Version 1.4 « Tuxlog 14.08.2011 um 19:21 Uhr

    [...] Ab der Version 1.4 bietet wp-monalisa eine Funktion zum besseren Einbinden und Platzieren der Smilies im Kommentarformular (s. Abschnitt 6 im Handbuch oder die ausführliche Erklärung bei Stefan) [...]

Kommentare: 7

  1. 1

    stef 11.08.2011 um 21:02 Uhr

    Hey, die Smileys sehen wirklich gut aus. Und das Kommentarfeld macht einen schönen und funktionalen Eindruck. Gefällt mir. :-)

    Die Kommentar-Editierfunktion kann ich nur jedem Blogger empfehlen. Deine Kommentatoren werden es dir danken.

    Ich nutze dafür seit langem das WP-Plugin Edit Comments. Ist nicht mehr so aktuell aber funktionabel und anpassbar. :cool:

  2. 2

    Stefan 11.08.2011 um 21:59 Uhr

    Hallo Stefan,

    danke für die Blumen! :-)
     
    Das von Dir genannte Plugin hat mir die Suche auch ausgespuckt, aber ich hab immer so ein bisschen Skrupel bei Plugins, die so alt sind und (scheinbar) vom Autor nicht mehr gepflegt werden.

    Aber vielleicht teste ich es mal lokal in meiner Testumgebung, dafür hat man ja eine Spielwiese! :cool:

  3. 3

    Jörg 12.08.2011 um 09:01 Uhr

    Vielleicht funktioniert ja Ajax Edit Comments bei Dir. Grundsätzlich kann es da wohl Probleme geben, aber Cashy hat da mal einen Lösungsvorschlag gepostet.

     Ich habe das Plugin irgendwann mal für eine “Handvoll Dollar” gekauft. Mittlerweile ist es Bestandteil eines absolut überteuerten Pakets.

  4. 4

    Stefan 12.08.2011 um 18:25 Uhr

    Hallo Jörg!
    Ja, das ist schade, dass man Updates nur noch per Abo bekommt, ich finde das für ein solches Plugin auch mehr als fragwürdig. Sicherlich ist es gerechtfertigt, wenn ein Autor seine Arbeit entlohnt haben möchte, aber hier frage ich mich schon ein wenig, ob das noch im Verhältnis steht.
     
    Aber ich schaue mir das Plugin trotzdem mal an und auch gleich das Plugin “Editable Comments”, welches auch in den Kommentaren bei Caschy genannt wurde.
    Auf jeden Fall auch Dank an Dich! ;-)

  5. 5

    Stefan 20.08.2011 um 23:39 Uhr

    So, ich habe nun auch die Funktion zum Bearbeiten der eigenen Kommentare eingebaut. Letzten Endes hat das Plugin Editable Comments das Rennen gemacht. Klein und einfach.
     
    Die Kommentare sollten nun für alle bis zu 30 Minuten nach dem Verfassen editierbar sein. Bei Fehlern einfach melden! :-)

  6. 6

    Uli 28.09.2011 um 17:57 Uhr

    Hallo, bin über die “bastelfactory” auf Deinen Blog gestossen! Ich habe auch erst kürzlich mein Kommentarfeld “gepimpt”. Habe auf DOfollow umgestellt und das KeywordLuv-Plugin eingebaut, das es ermöglicht, neben seinem Namen auch Keywords einzugeben die dann anstelle des Namens verlinkt werden. Mir war nämlich aufgefallen, dass die meisten Backlinks zu meinem eigenen Blog unter dem Keyword “Uli” (also meinem Namen) zu finden sind – ein Ergebnis von Kommentaren auf anderen Blogs. Also hab ich mein Kommentarfeld mit diesem Plugin aufgebrezelt, das ist echt einfach zu bedienen!
    Danke auch für den Backlink in diesem Kommentar ;-)
    Mir gefällt dieser Blog übrigens sehr gut – werde mich öfter mal umschauen und sehen, ob ich was davon umsetzen kann, bin nämlich noch recht neu mit dem Bloggen! Gruss, Uli
    (NB: War das eigentlich ok, dass ich im Text hier zu meinem Artikel verlinkt habe? :-/ )

  7. 7

    Stefan 28.09.2011 um 20:39 Uhr

    Hallo Uli!
    Ach ja, die Bastelfactory, sie verfolgt mich immer noch diese Domain. :-)
     
    Wie Du siehst, ist der Link in Deinem Kommentar kein Problem! ;-)
    Solange die Links in den Kommentaren nicht einfach nur als Linkschleuder genutzt werden, habe ich da überhaupt nichts dagegen. Lediglich verlinkte Werbeseiten in jeglicher Form oder Links, die nur zu automatisch generiertem Content führen, feuere ich raus, die haben hier nichts zu suchen.
     
    Danke für den Hinweis mit dem Keyword-Luv-Plugin, aber ich denke das ist eher nichts für mich. Ich will es den Besuchern hier nicht unnötig komplizierter gestalten und davon mal abgesehen muss ich nicht aus der kleinsten Ecke das SEO-technisch Beste herausholen, denn dieser Blog soll noch Spaß machen.
     
    Aber beim Thema “DoFollow” stimme ich Dir zu, ich habe auch schon geraume Zeit alle nofollow-Attribute verbannt, da ich das einfach egoistisch finde, die Backlinks nicht weiterzugeben.
     
    Und Danke für die Blumen, schau Dich nur in aller Ruhe um! So viel gibt es ja auch noch nicht zu lesen hier, da bist Du schnell fertig! :cool:

Info

Bevor Du einen Kommentar schreibst, solltest Du wissen, dass mein Blog "nofollow-free" ist, d.h. Du bekommst hier von mir einen echten Backlink auf Deine Seite.

Dafür nehme ich mir das Recht heraus, alle Links aus Deinem Kommentar zu entfernen, die alleine der Werbung dienen oder nur Pagerank abgreifen.

 

Kommentar schreiben ...

Du musst angemeldet sein um einen Kommentar zu verfassen.