Blogbeitrag
29 | 072010
Es muss nicht immer Nero sein
Kostenlose Alternative mit großem Umfang
Geschrieben von Stefan um 1:38 Uhr

Zugegeben, ich selbst habe bis zum Umstieg auf Windows 7 vor einigen Wochen noch selbst Nero genutzt. Jedoch hat es sich dabei um eine Lizenz der doch mittlerweile sehr betagten Version 6 gehandelt, die in meinen Augen die letzte brauchbare Version von Ahead ist, die auch ihr Geld wert war. Diese ist aber nicht mehr uneingeschränkt lauffähig unter Windows 7 und eine neuere Version von Nero kommt für mich nicht in Frage. Denn seit der Version 7 ist Nero zum Einen mehr und mehr aufgebläht und träge geworden, es fehlt aber andererseits die nötige Begründung, für eine solche Brennsuite nahezu 50 € zu bezahlen, wenn es hier mittlerweile kostenlose Alternativen gibt, die nahezu den gleichen Umfang anbieten.
Gut, von Nero gibt es auch eine kostenlose Version, die aber alles andere als empfehlenswert ist. Die neuste kostenlose Version von Nero wurde vor Kurzem von Caschy getestet mit dem dementsprechenden Ergebnis.
Aber es gibt auch gute Freeware zum Brennen seiner Medien und heute möchte ich die Brennsoftware „BurnAware“ vorstellen. Diese Software gibt es für den privaten Gebrauch in einer kostenlosen Version. Es gibt auch noch eine kostenpflichtige Version des Programms, jedoch bekommt man schon in der kostenlosen Version bereits einen völlig ausreichenden Umfang geboten und muss lediglich auf direkte Kopien von Disc zu Disc, Extrahieren von Audiodateien und das gleichzeitige Schreiben auf mehrere Brenner verzichten. Aber ehrlich gesagt wird man diese Features wohl eher nicht vermissen im täglichen Gebrauch.
Unterstützt an Brennmedien werden nicht nur CD und DVD, sondern auch die immer mehr verbreitete Blu-ray-Disc (geeignetes Brennerlaufwerk vorausgesetzt).
Die Software liegt in einer englischen Version vor, aber auch Nutzer ohne große Englischkenntnisse werden mit der intuitiven Oberfläche schnell zu Recht kommen.
Download und Installation
Zuerst laden wir uns die aktuelle Version von der Herstellerseite herunter und starten dann die Installation. Hier ist lediglich zu beachten, den Haken bei der Installation der Ask.com-Toolbar herauszunehmen, es sei denn man ist an dieser Toolbar interessiert!
Wenn man mehrere Benutzerkonten auf dem Rechner installiert hat und dort auch Nicht-Admins dabei sind, die dieses Programm auch nutzen sollen oder es absehbar ist, dass irgendwann einmal Benutzerkonten angelegt werden, empfiehlt sich weiterhin den Haken in folgendem Fenster zu setzen.
So gewährleistet man auch später Standardbenutzern das Benutzen der Brennsoftware.
Weitere Punkte sind bei der Installation nicht zu beachten.
Nutzung der Software
Nach erfolgreicher Installation und dem ersten Start blickt man gleich auf die übersichtliche Benutzeroberfläche, auf der alle verfügbaren Möglichkeiten der Benutzung zu sehen sind. Selbst das Erstellen eines bootfähigen Mediums ist mit der Freeware möglich, was nicht mit jeder Freeware klappt.
Im Beispiel möchte ich eine Daten-DVD erstellen. Nach dem Klicken auf den entsprechenden Eintrag öffnet sich ein neues Fenster, in dem ich nun durch Klicken meine gewünschten Daten hinzufügen kann.
Dabei zeigt mir nach dem Hinzufügen zum Einen das DVD-Icon unten links, wie viel Platz der DVD schon belegt ist, zum Anderen wird die genaue Größe rechts daneben angezeigt.
Habe ich nun alle Dateien zusammengesucht, habe ich noch die Möglichkeit, durch Drücken der Taste „F10“ oder des Icons oben rechts weitere Optionen zu setzen.
Hier kann z.B. ausgesucht werden, ob die DVD nach dem Brennen abgeschlossen werden soll oder nicht (Finalize Disc). Wird die DVD z.B. nicht abgeschlossen, so ist es nach dem Brennen der DVD nachträglich möglich, weitere Daten hinzuzufügen.
Die Einstellungen in der Rubrik „UDF“ sollten nur geändert werden, wenn man genau weiß, was man dort ändert. Ansonsten empfiehlt es sich hier, die automatischen Einstellungen beizubehalten.
Unter „Labels“ hat man noch die Möglichkeit, weitere Informationen einzugeben, etwa den Titel der DVD oder das Datum und den Autor der DVD.
Nach dem Einstellen der Optionen sollte man sich dann nur noch eine entsprechende Brenngeschwindigkeit aussuchen und kann dann auf den Button unten rechts klicken und der Brennvorgang wird gestartet. Hier kann ich nur den Tipp geben, die zu brennenden Medien nicht zu schnell zu brennen und sich eher etwas Zeit zu nehmen. Denn durch ein zu schnelles Brennen werden die Daten nicht so tief in den Rohling gebrannt, wie bei einer langsameren Brenngeschwindigkeit und das kann die Lebensdauer des Mediums negativ beeinflussen.
Fazit
BurnAware ist trotz der schlanken Installationsdatei von etwas mehr als 6MB ein sehr umfangreiches Brennprogramm, das sich vor kostenpflichtigen Programmen wie z.B. Nero nicht verstecken muss. Die Bedienung ist einfach und klar verständlich und alleine die für den Privatgebrauch kostenlose Version ist völlig ausreichend.
Die mit BurnAware erstellten Test-DVDs haben keinerlei Fehler gezeigt, alle Punkte wurden zur vollsten Zufriedenheit getestet. Selbst das Erstellen eines bootfähigen Mediums hat problemlos funktioniert.
Die Software ist lauffähig unter Windows NT/2000/XP/Vista/7 (32 und 64 Bit). Außerdem ist es sehr erfreulich, dass Net Framework nicht benötigt wird. Somit kann BurnAware bedenkenlos empfohlen werden.
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Kommentare: 2
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wwwprofi 17.08.2010 um 17:43 Uhr
Ich benutze und installiere bei anderen seit längerem schon “Infrarecorder”. Ist OpenSource und kann alles, was man braucht inkl. ISO-Images erstellen und brennen.
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Stefan 19.08.2010 um 00:26 Uhr
Hallo!
Vielen Dank für diesen Tipp, das Programm kannte ich noch gar nicht!
Werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren!