Blogbeitrag

01 | 072010

Windows 7 – Superbar aufräumen mit Minime

Geschrieben von um 23:16 Uhr

Wie bei allen Neuerungen in einem neuen Betriebssystem muss man sich erst einmal an diese gewöhnen. Die Superbar gehört zu den Neuerungen, an die ich mich recht schnell gewöhnt habe, da sie meiner Meinung nach flexibler zu handhaben ist, als die bekannte Taskbar unter XP. Doch selbst die aktuelle Superbar kann man mit wenigen Handgriffen noch aufwerten. Beispielsweise mit dem Programm „Minime“.

Mittlerweile haben große Monitore in vielen Arbeitszimmern Einzug gehalten. Automatisch hat man sehr viel Platz auf dem Desktop und kann auch so die Superbar etwas großzügiger gestalten. Ich habe z.B. die Superbar um die doppelte Höhe vergrößert, so wird trotz der kleinen Superbar-Symbole noch die Uhrzeit inklusive Datum und Wochentag angezeigt. Außerdem lasse ich mir die aktiven Fenster inklusive Beschriftung in der Superbar anzeigen und habe trotzdem noch jede Menge Platz, ohne dass ich gleiche offene Tasks gruppieren muss. Wer aber nun nicht über einen großen Monitor verfügt oder Nutzer eines Notebooks oder Netbooks ist, der möchte den Platz sicherlich nicht so verschwenden für die Superbar, sondern diesen lieber für die geöffneten Fenster nutzen.

Nun gibt es hier ein kleines Tool, das beide Wünsche miteinander verbinden kann, dieses Tool heißt „Minime“. Mit diesem Tool ist es möglich, beliebige offene Tasks per frei einstellbarer Tastenkombination in einem Systemtray-Icon zusammenzufassen und aus der Superbar zu entfernen. So kann man z.B. Programme, die geöffnet bleiben sollen, aber unnötig Platz wegnehmen in der Superbar komfortabel ausblenden, ohne das jeweilige Programm schließen zu müssen. Außerdem kann man sich per Klick auf das Tray-Icon einen Überblick über die ausgeblendeten Fenster verschaffen und diese bei Bedarf durch einen Klick darauf wieder öffnen. Man kann aber auch mit einer zweiten beliebig einstellbaren Tastenkombination alle Fenster auf einmal wieder anzeigen lassen.

Einrichten von Minime

Das Programm kann man sich auf dieser Downloadseite herunterladen. Anschließend muss man die Zip-Datei entpacken. Hier wäre es sinnvoll, den Ordner an einem festen Ort zu speichern und ihn dort zu belassen, da mit Einstellen der Tastenkombinationen eine Datei in diesem Verzeichnis angelegt wird, in der die Einstellungen gespeichert werden.

Hat man den Ordner entpackt, öffnet man diesen und startet einfach die enthaltene EXE-Datei „minime.exe“.

Danach sieht man das neue Tray-Icon in der Superbar. Nun muss man zuerst die Tastenkombinationen festlegen, die man benutzen möchte. Dazu einfach per Rechtsklick die „Options“ öffnen.

Wer nun eine riesige Auswahl erwartet an Einstellungen, der wird enttäuscht sein. Aber das ist auch gar nicht nötig. Sinnvoll ist es, Minime mit Windows zu starten, also gleich mal einen Haken in das (einzige) Feld setzen.

Danach müssen noch die Hotkeys gesetzt werden mit einem Klick auf „Set“. Bei der Auswahl der Tastenkombination ist zu beachten, dass man nicht schon eine der belegten Hotkeys nutzt, die Windows 7 bereits mitbringt. Wer sich nicht sicher ist, ob seine Kombination in Verwendung ist, der sollte sich diese Gesamtübersicht bei Wintotal mal ansehen, dort sind alle verfügbaren Tastenkombinationen aufgeführt. Zum Auswählen einer Tastenkombination klickt man einfach mit dem Cursor in das Feld und drückt dann die gewünschten Tasten. Wenn man einen Haken vor den Begriff “WIN-Key” setzt, dann beginnt die Tastenkombination dann auch mit der Windowstaste.

Hat man nun die Kombinationen eingerichtet, kann man auch loslegen und das aktive Fenster mittels des Hotkeys in das Systray schicken. Wie man sieht, werden die einzelnen Fenster auch innerhalb des Icons angezeigt, so kann man schnell wählen, welches Fenster man wieder anzeigen möchte.

Sinnvoll ist es eventuell noch, die Anzeige des Icons im Systray einzustellen, damit das Icon immer angezeigt und nicht irgendwann ausgeblendet wird. Hierzu klickt man auf das Dreieck links neben den aktiven Trays und dort auf „Anpassen“.

Dort sucht man die „minime.exe“ und stellt dort die Option „Symbol und Benachrichtigungen anzeigen“ ein. Nach dem Abspeichern wird nun das Icon von Minime zu jeder Zeit angezeigt.

Fazit

Das Tool Minime ist ein kleines und ressourcenschonendes Programm, was zwar  nicht viele Optionen hat, aber dennoch gerade für Nutzer von Netbooks oder für Besitzer von kleinen Monitoren sehr hilfreich sein kann, die Superbar übersichtlich zu halten. Trotz der auf der Autorenseite genannten Möglichkeit, dass Minime bei vereinzelten Programmen wohl unter Umständen nicht funktioniert, habe ich kein solches Programm bisher finden können. Sowohl alle Standardprogramme, als auch diverse zusätzlich installierte Programme lassen sich problemlos minimieren.

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