Blogbeitrag
27 | 042010
Checkliste Sicherheit Teil 2 – Immer frische Updates
Wie man sein Betriebssystem immer aktuell halten kann
Geschrieben von Stefan um 1:49 Uhr

Wenn man seinen Rechner neu installieren möchte, greift man in der Regel auf das Installationsmedium zurück, das man irgendwann einmal erworben hat. Darauf findet man auch ein laufendes Betriebssystem, aber was ist mit den Updates, die seit dem Kaufdatum herausgekommen sind?
Nehmen wir einmal an, man besitzt eine Lizenz plus CD von Windows XP. Diese hat man vielleicht schon ziemlich kurz nach der Veröffentlichung des Betriebssystems gekauft. Ist ja auch nichts dagegen einzuwenden, diese Installation nun durchzuführen, denn man hat ein lauffähiges System. Wenn man aber nur mal kurz drüber nachdenkt, dann wird einem schnell die Frage kommen, was mit den ganzen Updates ist, die seitdem veröffentlicht wurden. Was, diese Frage kommt nicht? Doch, jetzt schon!
XP wurde im Jahre 2001 auf dem Markt eingeführt. Es gibt aber kein Betriebssystem (auch nicht bei Apple oder UNIX), das auf Anhieb fehlerfrei ist. Folglich kommen öfter mal aktualisierte Patches heraus, um Fehler im System auszubessern, bekanntgewordene Sicherheitslücken zu schließen oder neue Funktionen bereitzustellen. Nun hat man aber diese nicht auf der Installations-CD greifbar, da es diese zu dem Zeitpunkt ja noch gar nicht gab. Was macht man da? Man führt ein Windows Update durch.
Hier kann es aber schon zu den ersten Problemen kommen. Gerade bei XP, da es mittlerweile schon recht lange auf dem Markt ist, gab es seit dem Erscheinen im Jahre 2001 bis heute sehr viele Sicherheitslücken, die aktiv von Angreifern ausgenutzt wurden. Und nicht nur XP selbst, sondern auch die mitgelieferten Programme sind hier gefährdet, allen voran der Internet Explorer. Auf der Installations-CD von XP ist z.B. noch die Version 6 des Internet Explorers enthalten. Mittlerweile sind wir bei der Version 8 angelangt. Da liegt also schon sehr viel an Unterschied dazwischen.
Und so kann es passieren, dass man sich 5 Minuten nach dem ersten Verbinden mit dem Internet einen Schädling einfängt, der eine potentielle Tür auf das System gefunden hat, weil diese ja noch nicht geschlossen werden konnte durch die fehlenden Updates. Ein Teufelskreis…
Ich selbst habe es schon erlebt, dass ich gerade dabei war, die Updates online zu installieren, als diverse kryptische Fehlermeldungen erschienen und der Rechner einfach herunterfuhr. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass ich Opfer des Virus „Sasser“ geworden bin. Das ist natürlich eine denkbar schlechte Grundlage für ein Betriebssystem, das man gerade neu installiert. Hier sollte man auch kurzen Prozess machen und gleich noch mal von vorne anfangen mit der Installation.

Nicht selten ist der Virus schneller auf dem Rechner, als die Lücke geschlossen ist.
Aber wie kann man so etwas vermeiden? Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Service Packs
In einem gewissen Turnus fasst Microsoft alle veröffentlichten Updates zusammen zu einem „Service Pack (SP)“. Aktuell sind wir bei XP z.B. beim Service Pack 3 (SP3). In diesem SP3 sind alle Updates und frühere Service Packs enthalten, man kann somit also auf einen Schlag sein System auf einen recht aktuellen Stand bringen.
Microsoft und auch andere Webseiten bieten diese Service Packs auch zum Download an, damit man diese gleich nach dem Aufsetzen eines neuen Betriebssystems installieren kann, ohne dafür eine Internetverbindung aufbauen zu müssen. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass man nicht mit einem veralteten System online gehen muss, es ist auch für Personen sinnvoll, die über keine schnelle Internetverbindung verfügen. Denn so muss man sich das Service Pack nur einmal herunterladen und speichert es sich an einem beliebigen Ort ab. So ist man auch schneller fertig mit der Installation.

Es ist sinnvoller, sich die Updates einmal herunterzuladen und zu speichern. So hat man sie immer zur Hand.
Anlaufstellen zum Download der Service Packs
Die Service Packs gibt es natürlich auch für Windows Vista und zukünftig auch für Windows 7. Speziell auf WinBoard sind auch Service Packs für Windows 98, 2000 und ME zu finden.
Wichtig
Man sollte sich diese wichtigen Updates nur auf vertrauenswürdigen Seiten herunterladen, denn gerade hier gibt es viele Fallen, in die man tappen kann. Gerade mit Veröffentlichung solcher Service Packs steigen auch die Anbieter von Schadsoftware, die ein Download vorgaukeln oder „behandelte“ Service Packs anbieten. Hier weiß man letzten Endes nicht, was man sich dort wirklich besorgt und was dort noch enthalten ist.
Deshalb hier der Tipp
Nur vertrauenswürdige Seiten nutzen!
Update Packs
Nicht immer hat man mit dem Servicepack alle brandaktuellen Updates zur Verfügung, denn es kann schon mal ein Jahr vergehen, bis ein neues Service Pack herauskommt. Und in dieser Zeit kann viel passieren in Sachen Sicherheit. Hier kommen einem Anbieter entgegen, die in einer bestimmten Zeitspanne alle erschienenen Updates sammeln und diese dann in einem „Update Pack“ zusammenführen.
Weiß man nun, dass man einen Rechner neu installieren will, lohnt es sich unter Umständen, hier nach einem solchen Update Pack Ausschau zu halten, dass man sich vor der Installation herunterlädt. So kann man dann nach der Installation des Systems und des Service Packs auch gleich die aktuellsten Updates auf einen Schlag installieren und ist dann auch gleich auf dem neuesten Stand der Sicherheit.
Anlaufstelle zum Download der Update Packs
Auf WinFuture kann man sich diese Update Packs herunterladen. Außerdem findet man hier weitere Infos zu den Update Packs, die für Windows XP, Vista und Windows 7 zur Verfügung stehen. Auch ist eine ausführliche FAQ vorhanden, die eventuell auftretende Probleme behandelt.
Bau Dir eine aktuelle Installations-CD
Mit den oben genannten Möglichkeiten kann man sich schon einiges an Zeit einsparen. Es geht aber gleichzeitig auch noch etwas komfortabler. Man kann mit der originalen Installations-CD und den heruntergeladenen Service Packs auch ein neues Installationsmedium erstellen. Wenn man nun eine CD mit Windows XP besitzt, auf der aber noch kein Service Pack integriert ist, kann man sich mithilfe diverser auf dem Markt vorhandener Programme eine aktuelle Installations-CD erstellen, in der das Service Pack eingebaut ist. Somit erspart man sich die nachträgliche Installation des Service Packs und muss dann nur noch die letzten Updates installieren.
Wie man eine solche CD erstellt, wird auf WinFuture sehr gut erklärt. Mit dieser Variante ist es nun sogar möglich, auch die Update Packs mit einzubinden, die nach dem Service Pack erschienen sind. Somit hat man alle wichtigen Dateien auf einer CD und kann sein System mit einem Rutsch installieren.
Auf der Seite sind auch alle weiteren Informationen enthalten, welche Programme dazu benötigt werden und ausführliche Fragen werden im entsprechenden Forum beantwortet.
Fazit
Man kann sich sehr viel Zeit und auch Ärger ersparen, wenn man vor der eigentlichen Installation des Betriebssystems etwas Vorarbeit leistet. Hat man alle aktuellen Dateien beisammen, lässt es sich entspannter installieren und mit ein bisschen mehr Arbeit kann man sich einen aktuellen Datenträger zur Installation erstellen, mit dem die Installation dann noch komfortabler von der Hand geht. So hat man schnell und einfach ein frisch aufgesetztes Betriebssystem!

Es lohnt sich also, sich einmal etwas Arbeit zu machen. Diese Arbeit hat man spätestens bei der nächsten Installation wieder herausgeholt!
Artikelserie auf einen Blick
- Checkliste für eine sichere PC-Umgebung
- Checkliste Sicherheit Teil 1 – Das Betriebssystem
- Checkliste Sicherheit Teil 2 – Immer frische Updates
- Checkliste Sicherheit Teil 3 – Software
Beitragsdetails
Kategorie » Sicherheit «
Der Autor
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