Blogbeitrag

22 | 042010

Wie verwaltet man RSS-Feeds?

Wie man mit RSS-Feeds umgehen kann

Geschrieben von um 11:10 Uhr

Wenn man täglich im Internet unterwegs ist, sammelt man mit der Zeit sicher einige interessante Links zu Webseiten. Diese möchte man dann ja meist auch regelmäßig besuchen, um keine neuen Artikel zu verpassen. Bei wachsender Anzahl der Lesezeichen kann es aber dann schnell passieren, dass man dabei den Überblick verliert und vielleicht interessante Seiten gar nicht mehr besucht, weil sie in der Menge der Lesezeichen einfach vergessen gehen. Hier kann man sich aber ganz leicht Abhilfe schaffen, indem man einfach den RSS-Feed der Seite abonniert.

Durch das Abonnieren eines Feeds bleibt man immer auf dem neuesten Stand und bekommt die jeweils neuesten Artikel der Seite frisch ins Haus geliefert, ohne dass man die Seite direkt besuchen muss. Und je mehr Lesezeichen man hat, desto interessanter werden diese Feeds. Aber wie kann man diese Feeds verwalten? Dazu möchte ich jetzt mal ein paar Möglichkeiten aufweisen.

Nahezu jede Webseite, die halbwegs gut gepflegt ist, bietet heutzutage einen oder mehrere RSS-Feeds auf der Webseite an, den man abonnieren kann. Ob eine Webseite einen RSS-Feed anbietet, sieht man an verschiedenen Stellen abhängig vom genutzten Browser. Im Firefox und auch bei Opera wird beispielsweise in der Adresszeile der jeweiligen Seite ein Symbol angezeigt, wenn die Seite einen Feed anbietet.

Mit einem Klick auf dieses Symbol kann man diesen Feed dann abonnieren oder sich (wie auf meinem Blog) einen Feed aussuchen. Ich habe beispielsweise zwei Feeds im Angebot, einen Feed mit den jeweils kompletten Artikeln und einen Feed mit einer Zusammenfassung meiner ganzen Artikel. Hier ist einfach der persönliche Geschmack entscheidend, welcher Feed einem besser gefällt.

Im Internet Explorer hingegen hat man kein Symbol in der Adressleiste, sondern ein Symbol in der Befehlsleiste.

Hier wird das Symbol aktiv, wenn der Browser einen Feed auf der Seite findet und mit einem Klick auf das Symbol wird dann der Feed abonniert.

RSS-Feeds lokal im Browser verwalten

Alle gängigen Browser können mittlerweile RSS-Feeds lesen und bieten gewisse Funktionen zum Verwalten der Feeds an. Die einzige Ausnahme stellt hier „Google Chrome“ dar. Bei diesem Browser wurde an der Unterstützung von RSS gespart, wer dieses ändern will, muss hier ein Plugin installieren. Aber selbst nach dem Installieren des Plugins kann man die abonnierten Feeds nur online über den Dienst „Google Reader“ verwalten und nicht direkt auf dem jeweiligen Computer.

Hier sind wir für manche schon bei einem eventuellen Nachteil angelangt. Denn wer seine Lesezeichen und die RSS-Feeds nicht nur an einem Rechner nutzen möchte, sondern sowohl zuhause als auch beispielweise an der Arbeit oder auf mehreren Rechnern zuhause, stößt bei der Nutzung der Feeds mit einem jeweiligen Browser an seine Grenzen. Man kann diese Feeds, die im Grunde nichts anderes als dynamische Lesezeichen darstellen, zwar auch exportieren und auf anderen Rechner im Browser wieder importieren, aber dann kann man schnell den Überblick verlieren, welche Artikel in den Feeds man schon gelesen hat und welche nicht. Denn wenn man beispielweise im heimischen Browser Feeds als gelesen markiert, dann wird diese Aktion nur auf dem jeweiligen Rechner ausgeführt. Öffnet man nun an der Arbeit die abonnierten Feeds, erscheinen hier die Artikel erneut, da man sie an diesem Browser ja noch nicht gelesen hat.

Abhilfe kann hier schaffen, die Feeds an einem Ort abzulegen, auf den man über das Internet von überall aus zugreifen kann.

RSS-Feeds online verwalten

Diese Möglichkeit ist für Personen, die ihre abonnierten Feeds von überall aus nutzen möchten sicher die komfortabelste. Man speichert die Feeds online ab und kann sie von überall aus abfragen. Hier ist der Dienst von Google sicherlich am bekanntesten. Wer ein Googlemail-Konto hat, kann sich hier auch zahlreiche andere Dienste aktivieren, unter anderem auch „Google Reader“.

Ist dieser aktiviert, kann man dort all seine Abonnements hinzufügen und hat danach von überall aus die Möglichkeit, seine Feeds zu lesen. Außerdem hat man hier noch die Möglichkeit, seine Feeds zu veröffentlichen und diese mit Anderen zu teilen. Ebenso bietet der Google Reader in den Einstellungen unter dem Punkt „Extras“ weitere Möglichkeiten an, den Dienst beispielweise auf Handys zu nutzen oder aber eine Verknüpfung in den Lesezeichen des Browsers anzulegen, damit man beim Surfen im Internet eine interessante Seite einfach abonnieren kann.

Aber nicht nur Google bietet diese Möglichkeiten an, mittlerweile gibt es RSS-Dienste wie Sand am Meer, hier hat man endlose Möglichkeiten, seine Feeds online abzulegen und sie dort zu verwalten. Eine Google-Suche bietet hier etliche Treffer.

Ich gebe hier aber auch zu bedenken, dass man hier unter Umständen auch ein Stück seiner Privatsphäre aufgibt. Denn letzten Endes kann man nicht überprüfen, welcher der Dienste nicht einfach Einsicht in diese Lesezeichen nimmt und dort eventuell ein Nutzerverhalten ableitet von den Seiten, die man dort verwaltet. Will man seine Privatsphäre wahren, sollte man solchen Onlinediensten kritisch gegenüberstehen und seine Feeds lieber lokal verwalten.

RSS-Feeds mit Outlook / Thunderbird verwalten

Outlook Fans können sich die RSS-Feeds auch in ihr Emailprogramm einbinden. Seit Outlook 2007 ist das auch ohne zusätzliche Plugins möglich. Hier findet sich eine ausführliche Beschreibung auf Planet Outlook. Aber auch für Nutzer von Outlook 2003 und älter gibt es Möglichkeiten, die Feeds ins Outlook zu bringen. Hier muss allerdings etwas umgebaut werden, was Kay Giza ausführlich in einem seiner Artikel erklärt. Aber auch Fans von Mozilla Thunderbird kommen hier nicht zu kurz, im Thunderbird-Wiki ist die Einrichtung ausführlich erklärt.

RSS-Feeds unter Windows 7

Speziell Vista- und auch Windows 7-Nutzer haben auch die Möglichkeit, die RSS-Feeds per Minianwendung auf den Desktop zu holen. Hier gibt es mittlerweile viele kostenlose Gadgets, die man unter Windows 7 nutzen kann.

Je nach Anzahl der abonnierten Feeds kann es hier aber auch schnell unübersichtlich werden. Außerdem setzen alle mir bekannten Gadgets voraus, dass die RSS-Feeds im Internet Explorer abonniert wurden, damit sie im Gadget angezeigt werden.

Fazit

Die Nutzung von RSS-Feeds ist eine sehr komfortable Möglichkeit, seine favorisierten Seiten immer im Auge zu behalten, was das Erscheinen von neuen Beiträgen angeht. Es gibt nahezu unerschöpfliche Möglichkeiten, RSS-Feeds zu verwalten. Da nicht nur nahezu alle Webbrowser, sondern auch andere Programme, wie beispielsweise Outlook oder Thunderbird, diese Möglichkeit anbieten und diese meist sowieso auf den Rechnern vorhanden sind, ist es mittlerweile kaum mehr nötig, eine zusätzliche Software zur Verwaltung von RSS-Feeds auf dem Computer zu installieren. Diese Ressourcen kann man meiner Meinung nach getrost für andere Dienste zur Verfügung stellen.

Wer keine Probleme hat, seine Feeds in die Obhut von Drittanbietern zu legen, wird mit dem Google Reader sicherlich sein Heil finden, gerade wenn man sowieso schon über einen Google Account verfügt. Ich persönlich finde den Google Reader aber eher unübersichtlich und davon abgesehen muss meiner Meinung nach Google oder auch ein anderer Onlinedienst nicht wissen, welche Seiten ich gerne besuche.

Auch die Möglichkeit, seine RSS-Feeds in seinem Mailprogramm einzupflegen, ist gerade für ausgiebige Nutzer dieser Mailprogramme eine gute Alternative. Je nach Aktualisierung der abonnierten Feeds kommen hier aber auch schnell einige Mails zusammen, die pro Tag eintrudeln.

Ebenso bietet sich Windows 7-Anwendern die Nutzung von Gadgets an, um sich die RSS-Feeds auf den Desktop zu holen, was aber bei wachsender Zahl der Feeds schnell unübersichtlich werden kann.


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Kommentare: 2

  1. 1

    annA 27.04.2010 um 09:31 Uhr

    netvibes!!! besser geht’s nicht (finde ich ;) )

  2. 2

    Stefan 27.04.2010 um 16:57 Uhr

    Vielen Dank für den Kommentar und auch für den Tipp!

    Schaut auf den ersten Blick gar nicht mal schlecht aus, werde ich mal testen! ;-)

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