Blogbeitrag
27 | 032010
Wie war noch mal mein Passwort…
Geschrieben von Stefan um 4:39 Uhr

In der heutigen Zeit muss sich ein Otto- Normaluser mittlerweile sehr viele Passwörter merken, um die täglichen Arbeiten am Rechner und im Internet zu bewältigen. Wenn man die Passwörter täglich benötigt, ist das meist auch kein Problem. Aber was macht man, wenn man das Passwort des Administratorzugangs für seinen Rechner vergessen hat, der schon einige Zeit nicht mehr benötigt wurde?
Um tägliche Arbeiten am Rechner durchzuführen, ist es nicht immer sinnvoll, dies mit einem Administratorkonto zu tun. Hier hatte ich auch einen Fall geschildert in einem meiner Artikel und wie man dem entgegenwirken kann. Nun kommt es aber auch hin und wieder mal vor, dass man sich dennoch als Administrator einloggen muss, um wichtige Änderungen durchzuführen. Nun verdrängt man aber auch gerne mal „unwichtige“ Dinge und dies rächt sich, wenn einem das Passwort des Adminkontos nicht mehr einfällt. Denn gerade hier sollte man auch kein Passwort benutzen, das zu einfach ist. Relativ sicher ist man erst, wenn man mindestens 12 Zeichen nutzt und sowohl Groß- als auch Kleinschreibung und Zahlen verwendet. Auch sind Sonderzeichen hilfreich (wenn man sie sich merken kann).
Wohl dem, der in weiser Voraussicht einen Datenträger erstellt hat, mit dem man bei Bedarf das Passwort zurücksetzen kann! Wie das geht? Ich zeig es mal!
Erstellen einer Kennwortrücksetzdiskette
Zuerst gehen wir in die Verwaltung der Benutzerkonten. Diese finden wir in der Systemsteuerung.
Nun wählen wir das betreffende Administratorkonto aus und sehen dort auf der linken Seite den Hinweis „Kennwortrücksetzdiskette erstellen“. (Ich liebe dieses Wort, liebes Microsoft- Team, bitte ändert dieses Wort NICHT!)
Man sollte sich hier nicht irritieren lassen von dem Wort „Diskette“. Hier kann man auch einen USB-Stick verwenden.
Für die jüngere Generation, die nichts mehr mit dem Begriff „Diskette“ anfangen können, hier eine Erklärung dazu! Ja, man hat das wirklich mal als Speichermedium genutzt!
Klickt man nun auf den Link, dann öffnet sich der Manager zum Erstellen des Datenträgers.
Ab hier sollte man einen USB-Stick greifbar haben, denn man schon einstecken kann. Dabei können schon Daten auf dem Stick vorhanden sein. Diese werden auch nicht gelöscht oder verändert. Man sollte sich aber vor Augen halten, dass jeder, der den Stick in Händen hält, das Passwort des Administratorkontos zurücksetzen kann. Deshalb sollte man den Stick möglichst sicher aufbewahren.
Im nächsten Schritt wählt man aus dem Drop-Down- Menü den USB-Stick aus.
Nun müssen wir das aktuelle Passwort des ausgewählten Kontos eingeben.
Danach wird der Stick mit den erforderlichen Daten beschrieben und wir können den Vorgang abschließen.
Nun können wir einen Blick auf den USB-Stick werfen und sehen dort, das Windows die Datei „userkey.psw“ angelegt hat.
Diese Datei darf nicht verschoben werden, sonder muss dort liegen bleiben, wo Windows sie abgelegt hat, sonst findet Windows diese Datei beim Zurücksetzen des Passwortes nicht!
Nun ist man fertig und kann sich ein neues Passwort generieren, sollte man das aktuelle Passwort einmal vergessen haben. Dazu muss man lediglich den USB-Stick in den Rechner stecken und nach erfolgloser Eingabe des Passwortes auf den dann erscheinenden Link „Passwort zurücksetzen“ klicken.
Es kann sich so übrigens jeder angemeldete Benutzer, egal ob Standardbenutzer oder Administrator, in seinem Konto eine solche Datei erstellen. Dies geht aber immer nur im aktuellen Konto, in dem man eingeloggt ist. Ebenso muss man auch daran denken, diese Datei zu aktualisieren, wenn man sein Passwort auf dem Rechner geändert hat. Dann muss man den beschriebenen Vorgang wiederholen, um auch sein Passwort auf dem USB-Stick zu aktualisieren.
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Kommentare: 3
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Stefan 29.03.2010 um 11:42 Uhr
Ich denke mal, das sollte kein Problem sein, denn man kann den auf dem USB-Stick erstellten Wiederherstellungsschlüssel von Bitlocker auch nach dem Erstellen auf ein anderes Medium kopieren, um ihn zu sichern. Ich selbst nutze Bitlocker nicht, deshalb kann ich Dir die Frage nicht hundertprozentig bejahen, aber solange man keine Datei verändert und auch die Ordnerstruktur beibehält, sollte es kein Problem darstellen.
Da Bitlocker mittlerweile nicht mehr sicher ist, werde ich dieses wohl auch erst gar nicht antesten:
Bitlocker nicht mehr sicher
Danke für den Tipp mit dem Passwortmanager, diesen werde ich sicherlich mal antesten!
2
WinWear 29.03.2010 um 10:47 Uhr
Sehr guter Tipp. :smile:
Kann man den Wiederherstellungsschlüssel vom Benutzerkonto und BitLocker auf einem Datenträger speichern – unabhängig vom Sicherheitsrisiko?
Für die ganzen anderen Passwörter würde ich einen Passwort-Manager empfehlen. Siehe Access Walker.
3
WinWear 29.03.2010 um 16:03 Uhr
Das ist ja echt interessant mit BitLocker. Wusste ich noch gar nicht, dass es schon “genkackt” ist. :shock: