Blogbeitrag

25 | 022010

Oh du mein Virenscanner…

Geschrieben von um 22:08 Uhr

In der heutigen Zeit ist es absolut notwendig, einen Virenscanner auf seinem Rechner bzw. im heimischen Netzwerk einzusetzen. Der Virenscanner ist mittlerweile so wichtig, dass er gleich nach dem Installieren des Betriebssystems aufgespielt werden sollte. Und das gilt auch, wenn man ein aktuelles Betriebssystem einsetzt, denn das alleine schützt nicht im Geringsten gegen Befall von Viren, Würmern und Co.

Der Sicherheitssoftware- Anbieter Sophos hat z.B. das aktuelle Windows 7 getestet, wie gut es gegen Attacken geschützt ist. Das Ergebnis brachte eine Anfälligkeit für 8 von 10 getesteten Viren. Es bietet von Hause aus also keinen besseren Schutz, als die vorherigen Versionen Vista und XP.

Das ist aber auch gar nicht so verwunderlich, da über 90% der Viren für Microsoft- Produkte geschrieben werden. Microsoft ist nun mal der Marktführer und es ist einfach auch lukrativer für die Virenschreiber, sich auf solche weit verbreiteten Systeme zu konzentrieren. Im Oktober 2009 lagen die Marktanteile bei den Windows- Betriebssystemen gesamt bei über 92%, dahinter kamen die Betriebssysteme von Mac mit 5% und die gesamten Linux- Distributionen von nicht mal 1%.  Alleine schon aus diesem Grund ist ein Virenschutz unerlässlich.

Welcher Virenscanner ist geeignet?

Diese Frage kann man sicher nicht pauschal beantworten. Wo immer man im Internet diese Frage stellt, tritt man eine Welle der Sympathien los und es entstehen die wildesten Diskussionen.

Was für viele Nutzer Kriterium Nummer 1 ist, ist der Preis. Und sicherlich muss man auch unterscheiden zwischen Business- und Privateinsatz. Die geschäftlichen Daten sind sicherlich wichtiger, als die privaten Daten zuhause. Sicher, es ist ärgerlich, wenn durch einen Virenbefall private Fotos oder andere Andenken, die man auf seinem Computer gespeichert hat, verloren gehen. Aber hier hätte z.B. ein Datenbackup mehr gebracht, als sich alleine auf den Virenscanner zu verlassen.

Der Virenscanner ist nicht in erster Linie dafür zuständig, die Daten auf dem Computer zu sichern, sondern das Betriebssystem am Laufen zu halten und es zu schützen vor bösen Eindringlingen, die dieses in irgendeiner Weise kompromittieren möchten. Denn Hauptabsicht eines Virus ist es, sich auf dem Rechner einzunisten und diesen bei der nächsten Gelegenheit zum Absturz zu bringen oder Daten auszuspähen, wie die gespeicherten Passwörter im Browser des Onlinebanking- Zugangs oder andere wichtige Zugänge. Dem Virus ist es egal, wo wir wann im Urlaub waren und welche Fotos wir dort gemacht haben.

Nun haben wir zwei Kriterien genannt, den Preis und den Einsatzort. Beim Preis ist es (leider) nicht immer so, dass das Programm gut ist, wenn es nur teuer genug ist. Und sicherlich wird ein Unternehmen ganz andere Wege gehen, das Firmennetzwerk vor Virenbefall zu schützen. Hier sind ausgeklügelte Konzepte notwendig, die speziell an das Netzwerk angepasst werden, wie z.B. der Einsatz einer Firewall inklusive eines Servers, auf dem der Virenscanner läuft und die einzelnen Clienten, in dem Falle die einzelnen Rechner, im Netzwerk mit den neusten Daten versorgt. Dies sorgt auch für einen strukturierten Aufbau, der umso leichter zu pflegen  ist von den dementsprechenden Systemadministratoren.

Wohl dem, der (nur) ein heimisches Netzwerk zu betreuen hat

Im heimischen Netzwerk muss man nicht unbedingt solche Geschütze auffahren. Man kann, wenn man will, aber in der Regel sind die Personen hier nicht so erfahren im Umgang mit einer Firewall mit integriertem Virenscanner als Server. Hier müssen Lösungen her, die keinen großen Arbeitsaufwand benötigen, denn je höher der Arbeitsaufwand, desto höher ist auch die Fehleranfälligkeit. Davon mal abgesehen fehlt hier einfach auch oft die Zeit, sich um solche Lösungen zu kümmern. Und da es Privatpersonen oft am technischen Know-How fehlt, sind hier Lösungen angebracht, die leicht zu verstehen sind. Gerade im privaten Sektor ist dieses absolut notwendig.

Es ist immer noch erschreckend, dass immer noch nahezu jeder zehnte private Rechner mit Internetanschluss ohne Virenscanner betrieben wird. Für mich zeigt dies auch, dass hier die Benutzer einerseits zu wenig sensibilisiert sind, was das Thema Sicherheit angeht. Zum Anderen wird hier aber auch ein großer Teil einfach nur überfordert sein mit den Möglichkeiten, die man mittlerweile auf dem Sicherheitssektor hat.

Hier helfen Webseiten, wie das BSI für Bürger, dem Thema Sicherheit näher zu kommen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie man sich sicher im Internet bewegen kann und welche Vorkehrungen man treffen muss, um dieses zu ermöglichen. Gerade wenn man vielleicht noch Kinder im Umfeld hat, die von Natur aus aufgeschlossener und neugieriger sind, was das Internet angeht.

Aber zurück zu dem Thema Virenscanner:

Als privater Nutzer tun sich einem hier viele Möglichkeiten auf, auch bei kostenlosen Programmen. Diese haben aber ganz oft irgendwo einen Nachteil im Vergleich zu den kostenpflichtigen Virenscannern. Sei es im eingeschränkten Funktionsumfang oder aber auch mit teilweise nervigen Werbeeinblendungen.

Eine gute Testseite, auf der unabhängige Tests aller geläufigen Virenscanner zu finden sind, ist die englische Seite AV-Comparatives. Hier sind meiner  Meinung nach wirklich aussagekräftige Testberichte zu finden, anders als die meisten deutschen Testseiten, die sich erkennbar auf die Seite der persönlichen Favoriten schlagen und diese dann natürlich auch hervorheben.

Letzten Endes ist es meiner Meinung nach zweitrangig, welcher Virenscanner verwendet wird. Für den privaten Gebrauch bieten alle auf dem Markt befindlichen Antiviren-Programme nahezu den gleichen Funktionsumfang. Hier gibt es teilweise so kleine Unterschiede, dass sich diese im normalen Alltag gar nicht bemerkbar machen. Wichtig ist aber, dass generell ein Virenscanner eingesetzt wird. Und damit ich jetzt auch Gesprächsstoff biete,

ICH NUTZE AVIRA 9 PREMIUM! ;-)

Beitragsdetails

Tags » , «

Kategorie » Sicherheit «

Trackback: Trackback-URL |  Kommentar-Feed: RSS 2.0 | 972 Worte

Der Autor

gravatar

Beitrag kommentieren

Info

Bevor Du einen Kommentar schreibst, solltest Du wissen, dass mein Blog "nofollow-free" ist, d.h. Du bekommst hier von mir einen echten Backlink auf Deine Seite.

Dafür nehme ich mir das Recht heraus, alle Links aus Deinem Kommentar zu entfernen, die alleine der Werbung dienen oder nur Pagerank abgreifen.

 

Kommentar schreiben ...

:-) 
;-) 
:-D 
:-)) 
:-( 
:-(( 
:-x 
:-/ 
:-| 
>:-) 
:-* 
:angel: 
:cool: 
:*) 
:-p 
:-o 
:?: 
:exclaim: 
:idea: 
 

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.

Auch möglich: Abo ohne Kommentar.