Blogbeitrag

24 | 022010

Das Betriebssystem aufräumen mit CCleaner

Geschrieben von um 15:45 Uhr

Durch die täglichen Arbeiten am Rechner kann mit der Zeit sehr viel Datenmüll entstehen, der irgendwann das Betriebssystem mehr und mehr ausbremsen kann. Dieser Müll entsteht beispielsweise durch Programme, die nicht vollständig vom Rechner entfernt wurden. Aber auch beim Surfen im Internet sammelt sich jede Menge Müll an. Grundsätzlich haben viele Programme die Möglichkeit, temporäre Dateien auf der Festplatte abzulegen, die nach Gebrauch nicht immer gelöscht werden. Diesen ganzen Müll kann man komfortabel entfernen mit dem „CCleaner“.

Der CCleaner kann aber noch mehr. Mit dem  Gratis-Programm kann man auch fehlerhafte Einträge aus der Registrierungsdatenbank löschen und Programme schnell deinstallieren. Das geht sogar schneller als über die Systemsteuerung von Windows. Denn mit dem CCleaner lässt sich schon vor Abschluss der Deinstallation eines Programms das Entfernen eines weiteren Programms starten. Außerdem lässt sich der Autostart von Windows pflegen, man kann bestimmen, welches Programm beim Start von Windows mitgestartet wird und welches nicht.

Zuerst muss aber der CCleaner installiert werden. Eine aktuelle Version kann man auf der offiziellen Webseite des Programms herunterladen. Es gibt auch eine deutsche Supportseite, die aber momentan nicht erreichbar ist.


Wie CCleaner installiert wird, kann man sich hier anschauen.

Nach dem Installieren rufen wir das Programm auf. Die wichtigen Einstellungen sind schon vorhanden, man kann also gleich loslegen.

Löschen der temporären Dateien

Windows Systemdateien

In der ersten Ansicht sieht man die Aufgaben, die in den Windows- spezifischen Dateien durchgeführt werden.

Hier sind standardgemäß schon die wichtigsten Orte und Aktionen aufgeführt, die der CCleaner bereinigt. Die weiteren Punkte kann man bei Bedarf ebenfalls auswählen, man sollte aber hier vorsichtig sein bei der Auswahl.

Anwendungen

Im Reiter „Anwendungen“ finden wir alle Programme aufgelistet, die der CCleaner erkennt und bereinigen kann.

Wie man sieht, erkennt der CCleaner alle Standardbrowser, die installiert sind. Ebenso sind hier alle relevanten Programme aufgelistet, die temporäre Dateien erzeugen und die man bereinigen kann. Sollte man hier aus irgendwelchen Gründen ein Programm ausschließen wollen, so entfernt man einfach den dementsprechenden Haken.

Hier zeigt sich der Vorteil des CCleaners. Man kann hier viel Zeit sparen, da man alle relevanten Programme auf einen Schlag abfangen kann. Man muss nicht jedes Programm einzeln aufrufen, um dort die Optimierungen durchzuführen.

Haben wir nun alle Programme markiert, die wir optimieren möchten, können wir zunächst auf „Analysieren“ klicken, um eine Zusammenfassung zu erhalten, wie viel Speicherplatz frei gemacht werden kann.

Beim ersten Mal wird dies unter Umständen sehr viel sein, wenn man zuvor noch keine Optimierungen durchgeführt hat.

Nachdem die Analyse abgeschlossen ist, bekommen wir eine Zusammenfassung, welche Optimierungen durchgeführt werden können. Nun können wir entweder noch die Einstellungen anpassen oder die Optimierung starten, indem wir auf „Starte CCleaner“ klicken.

Mit diesem Klick werden alle angezeigten Dateien gelöscht.

Aufräumen der Registry

Unter dem Menüpunkt „Registry“ kann man diese ebenfalls auf verwaiste Einträge durchsuchen. Dort bleiben nämlich ebenfalls ganz oft alte Einträge zurück nach dem Deinstallieren von Programmen oder Ändern von Einstellungen.

Mit dem Klick auf „Nach Fehlern suchen“ könne wir uns eine Zusammenfassung anzeigen lassen, welche Einträge gelöscht werden können.

Nachdem der Suchlauf beendet wurde, können wir diese Einträge ebenfalls entfernen. Dabei wird uns zuvor angeboten, die Änderungen in der Registry zu sichern.

Dieser Schritt ist zu empfehlen, denn es kann unter Umständen auch einmal zu Problemen führen, wenn Einträge in der Registry gelöscht werden. Hat man diese Einträge aber gesichert, können diese auch mit dem Programm wiederhergestellt werden.

Nach dem Sichern der Einträge hat man weiterhin die Möglichkeit, sich alle Einträge nochmals anzuschauen und einzeln zu bestimmen, ob diese gelöscht werden sollen oder nicht.

Man kann aber auch mit dem Klick auf den Button „Alle beheben“ sämtliche gefundenen Einträge auf einen Schlag löschen.

Extras

Programme deinstallieren

Unter den Extras finden wir die Option, vorhandene Programme zu deinstallieren.

Dabei wird die übliche Ansicht wie in der Systemsteuerung unter Windows genutzt. Hier kann man die Programme deinstallieren, die man nicht mehr benötigt.

Autostart

In dem Reiter „Autostart“ sieht man alle Einträge, die im Windows- Autostart eingetragen sind.

Hier kann man Programme deaktivieren oder Programme ganz entfernen aus dem Autostart. Hier sollte man aber vorsichtig sein, welches Programm man aus dem Autostart entfernt. Wenn man nicht sicher ist, empfehlt sich hier die Option „Deaktivieren“. So bleibt der Eintrag im Autostart vorhanden und bei Bedarf kann man diesen einfach wieder aktivieren.

Systemwiederherstellung

In diesem Reiter sehen wir eine Übersicht der von Windows angelegten Systemwiederherstellungspunkte.

Diese können dann bei Bedarf dann auch gelöscht werden. Dies bietet sich z.B. bei Einträgen an, die schon mehrere Monate alt sind und wo man weiß, dass sich seit diesem Zeitpunkt nichts am System geändert hat. Da ich die Windows- eigene Wiederherstellung deaktiviert habe, taucht in meinem Screenshot kein Eintrag auf.

Einstellungen

Wie ich zu Anfang bereits erwähnt habe, werden bei der Installation schon die wichtigsten Einstellungen durchgeführt. Wer diese ändern möchte, kann einen Blick in die Einstellungen werfen. Hier sind aber auch noch Einstellungen vorhanden, die nur von erfahrenen Benutzern getätigt werden sollten. Auf diese Einstellungen möchte ich aber nicht näher eingehen und verweise hier auf die Dokumentation des Programms, da hier für die allgemeine Nutzung des Programms kein Bedarf besteht.

Update 28.10.2010

Es ist eine neue Version des CCleaners erschienen. Alle Neuerungen zum CCleaner 3 findet Ihr in diesem Artikel.

Fazit

Es gibt eine ganze Reihe an Programmen, mit denen man seinen Rechner von alten Dateien befreien kann. Der CCleaner hebt sich hier aber meiner Meinung nach von anderen Programmen ab und ist uneingeschränkt zu empfehlen.

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