Blogbeitrag
22 | 022010
Die Defragmentierung unter Windows 7
Geschrieben von Stefan um 21:36 Uhr

Je nach Nutzung des Computers ist es von Zeit zu Zeit nötig, die eingebauten Festplatten zu defragmentieren. Denn häufiges Lesen, Schreiben und Löschen auf der Festplatte sorgt dafür, dass die Daten nicht mehr unbedingt aneinanderhängend auf der Festplatte gespeichert, sondern abhängig vom freien Speicherplatz abgelegt werden. So kann es nach einer gewissen Zeit zu Geschwindigkeitseinbußen kommen, wenn die Festplatte eine Datei ausliefern möchte, die wir anfordern. Wenn diese auf mehrere auseinanderliegenden Sektoren verteilt wurde, kann dies immer mehr Zeit in Anspruch nehmen und der Rechner wird insgesamt ausgebremst.
Dieses Problem kann man mithilfe der Defragmentierung lösen und so wieder für mehr Geschwindigkeit sorgen. Dabei werden alle zusammengehörige Dateien nebeneinander neu angeordnet und die Festplatte kann wieder effektiv arbeiten.
Im Vergleich zu Windows XP hat sich die Defragmentierung unter Windows 7 um einiges verbessert. So ist es nun endlich auch möglich, die Defragmentierung zeitlich zu steuern. Auch ist die Defragmentierung mit der Installation automatisch aktiviert. Um die Defragmentierung aufzurufen, gehen wir zuerst ins Startmenü und rufen den Computer auf.
Dort führen wir einen Rechtsklick auf ein verfügbares Laufwerk aus und gehen dort auf „Eigenschaften“.
Hier gehen wir auf den Reiter „Tools“, dort finden wir den Eintrag „Jetzt defragmentieren“..
Hier haben wir zuerst in der oberen Hälfte die Möglichkeit, eine zeitgesteuerte Defragmentierung einzustellen. Hierbei ist es abhängig, wie intensiv man den Rechner überhaupt nutzt.
Wenn man nicht täglich am Rechner arbeitet und nicht so häufig Daten verschiebt oder löscht, sollte hier eine monatliche Überprüfung eigentlich ausreichen. Ebenso kann man in dieser Option festlegen, welche der Laufwerke man zeitlich defragmentieren möchte.
.Bei der Uhrzeit sollte man möglichst eine Zeit wählen, bei der man damit rechnen kann, dass der Rechner in Betrieb ist, denn diese zeitliche Defragmentierung wird nur ausgeführt, wenn man auch zu dieser Zeit mit seinem Benutzerkonto angemeldet ist. Hat man die Einstellungen getätigt, wird diese dann in der Übersicht angezeigt.
Neben der zeitgesteuerten Defragmentierung finden wir in der unteren Hälfte auch den aktuellen Status der Laufwerke und wann sie zuletzt überprüft wurden..
.Hier kann man auch eine manuelle Defragmentierung durchführen. Vor der Defragmentierung kann man die vorhandenen Laufwerke analysieren und sehen, ob eine Defragmentierung überhaupt lohnt.
Wichtig!
Der Computer darf während der Defragmentierung nicht ausgeschaltet werden. Vor dem Ausschalten muss man die Defragmentierung abbrechen und warten, bis diese auch wirklich als beendet angezeigt wird. Ebenso sollte man während der Defragmentierung keine Programme nutzen oder Arbeiten verrichten, weil man dadurch erstens die Laufzeit verlängert und auch die Defragmentierung nicht ordentlich durchgeführt werden kann.
Es gibt viele unterschiedliche Meinungen, ob die Windows- eigene Defragmentierung nützlich oder nicht zu gebrauchen ist. Hier werden Extremanwender schnell zu professionellen Programmen greifen, wie z.B. O&O Defrag.
Unter Windows 7 hat sich aber im Vergleich zu Windows XP einiges getan. Die zeitliche Steuerung ist hier ebenso positiv zu erwähnen wie die Dauer der Defragmentierung. Diese hat sich imVergleich zu XP um ein vielfaches verkürzt. Und was man nicht vergessen sollte, man muss nicht unbedingt zusätzliches Geld für eine weitere Software ausgeben, da dieses Tool schon mit Windows installiert wird.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Defragmentierung unter Windows 7 für normale Anwender sicherlich ausreichend ist. Man hat nicht viele Einstellmöglichkeiten, aber das sorgt auch für eine einfache Bedienung und das Tool verrichtet seine Arbeit, nicht mehr aber auch nicht weniger. Spezielle Anwender, die ihren Rechner aber dauerhaft am Limit betreiben und stets die volle Leistung herauskitzeln möchten, werden hier sicherlich zu anderen Programmen greifen.
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Lebenssonde 22.02.2010 um 09:43 Uhr
Hallo, ich habe gelesen, dass die Defragmentierung zur Dateibeschädigungen führen kann. Stimmt das eigentlich? Ich hab früher mal Defragmentierung immer gemacht aber hinterher keine spürbare Veränderung der Geschwindigkeit festgestellt und ich laste meinen Computer schon öfter ziemlich aus.
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Stefan 22.02.2010 um 10:10 Uhr
Wenn man sich an die oben genannten Tipps hält, dann geht nichts schief bei der Defragmentierung. Klar, wenn gerade in diesem Moment vielleicht der Strom ausfällt und der Rechner aus ist, dann könnte das ein Problem sein. Aber das passiert ja nicht jeden Tag!
Sollte die Festplatte schon vorher Defekte aufweisen, dann meldet das Defrag-Programm schon, dass das Laufwerk nicht defragmentiert werden kann und das man es auf Fehler überprüfen sollte. So werden auch eventuelle Fehler bei der Defragmentierung schon im Vorfeld minimiert.
Was den Geschwindigkeitsgewinn angeht, dieser hängt auch ab von dem Grad der Defragmentierung. Dieser wird in der Übersicht in Prozent angegeben. Hier wird man wirklich erst Änderungen deutlich spüren, je höher der Defragmentierungsgrad ist.
Viele Grüße!
Stefan