Blogbeitrag
21 | 022010
ReadyBoost unter Windows 7 nutzen
Geschrieben von Stefan um 13:47 Uhr
Heutige moderne Computer sind in der Regel mit ausreichend Arbeitsspeicher von mindestens 2 GB ausgestattet, was ein angenehmes Arbeiten am Rechner ermöglicht. Wer aber einen älteren Rechner besitzt, der vielleicht nur maximal 1 GB an Arbeitsspeicher zur Verfügung hat, sollte sich mit der Möglichkeit beschäftigen, die ich nun vorstelle.
Es kann verschiedene Gründe geben, die einem eine Aufstockung des eingebauten Arbeitsspeichers verweigern. Sei es, dass kein Steckplatz mehr frei ist oder einfach das Mainboard nicht mehr Arbeitsspeicher zulässt. Manchmal kann der Preis aber auch eine Rolle spielen, denn gerade ältere Speichermodule können um einiges mehr kosten, als aktuelle Module. Und bevor man Unmengen an Geld in einen alten Computer steckt, sollte man sich das Geld sparen und eine günstigere Variante testen. Die Variante „ReadyBoost“.
Was ist ReadyBoost?
ReadyBoost wurde unter Windows Vista eingeführt und ist auch unter Windows 7 verfügbar und ermöglicht, USB-Sticks oder andere Speicherkarten als zusätzlichen Festplattencache einzubinden und somit die Systemleistung zu erhöhen. Gerade unter Windows Vista wurde dies sehr oft empfohlen, da Vista doch ressourcenhungriger war als Windows 7. Und dazu stellt es eine kostengünstige Alternative zu teurem Arbeitsspeicher dar, denn mittlerweile kann man gerade USB-Sticks sehr günstig erwerben.
Voraussetzungen
Natürlich gibt es hier aber auch einige Voraussetzungen, die der USB-Stick erfüllen sollte. Deshalb sollte man keinen USB-Stick nutzen, der älter als ca. 2 Jahre ist. Wer sicher gehen möchte, der fragt vor dem Kauf eines USB-Sticks, ob dieser ReadyBoost- tauglich ist. Sinnvoll ist hier eine Größe von mindestens 1 GB, es kann aber auch mehr sein. Außerdem sollte man den USB-Stick nur für ReadyBoost nutzen. Man kann zwar auch eine feste Größe vorgeben, so dass man z.B. einen 2 GB großen USB-Stick zur Hälfte für ReadyBoost nutzt und den Rest des Speichers verwendet, um Daten dort abzulegen. Davon sollte man aber lieber absehen, um einen eventuellen Datenverlust zu vermeiden. Aber wie richtet man nun ReadyBoost ein?
USB-Stick formatieren
Nach dem ersten Anstecken des Sticks an den Computer sollte man diesen formatieren. Dazu gehen wir ins Startmenü und klicken dort auf „Computer“. In der Übersicht suchen wir uns unseren USB-Stick aus und führen dann per Rechtsklick den Punkt „Formatieren“ aus.
Daraufhin erscheint ein Menü, hier sollte möglichst unter „Dateisystem“ das Format NTFS ausgewählt werden.
Man kann auch noch die Volumebezeichnung an seine Bedürfnisse anpassen, in meinem Fall benenne ich den USB-Stick mit „Stefan-USB“. Ebenso sollte der Haken aus dem Punkt „Schnellformatierung“ herausgenommen werden, so wird der Stick ordentlich formatiert. Nun können wir die Formatierung starten, wir werden nun noch auf Folgendes hingewiesen.
Letzte Möglichkeit, einen eventuell falsch ausgewählten USB-Stick vor dem Datentod zu retten!
Wenn die Formatierung abgeschlossen ist, können wir das Formatierungsmenü schließen. Nun sollte der USB-Stick mit dem neuen Namen in der Computeranzeige auftauchen.
Einrichten von ReadyBoost
Als nächsten Schritt führen wir einen Rechtsklick auf den USB-Stick aus, den wir für ReadyBoost nutzen wollen und wählen hier den Punkt „Eigenschaften“ aus.
Dann navigieren wir zu dem Reiter „ReadyBoost“.
Standardgemäß ist hier ausgewählt „Dieses Gerät nicht verwenden“. Wenn wir nun den gesamten USB-Stick für ReadyBoost nutzen möchten, wählen wir den Punkt aus „Dieses Gerät für ReadyBoost reservieren“. Möchten wir nur einen Teil des USB-Sticks benutzen, wählen wir den Punkt „Dieses Gerät verwenden“ und wählen mit dem darunter befindlichen Schieberegler aus, welche Größe wir verwenden möchten.
Haben wir die Größe eingestellt, brauchen wir nun nur noch zu speichern und haben den USB-Stick erfolgreich aktiviert. Wenn wir nun in der Computeranzeige schauen, sehen wir den USB-Stick mit seinem belegten (reservierten) Speicher.
Wenn man aus irgendwelchen Gründen den USB-Stick entfernen möchte, so sollte man ihn nicht einfach herausziehen, sondern den Stick in der Computeranzeige per Rechtsklick „Auswerfen“. Denn es könnte sonst unter Umständen zu einem Verlust von Daten kommen, wenn der Stick gerade von dem System als Zwischenspeicher genutzt wird.
Wenn man den USB-Stick nun irgendwann nicht mehr für ReadyBoost benutzen möchte, sollte man die Schritte einfach rückwärts durchführen. So kann man schnell und einfach ReadyBoost auch wieder deaktivieren.
Beitragsdetails
Kategorie » Windows 7 «
Der Autor
Ähnliche Beiträge
- Windows 7 – Partitionen verwalten
- Windows 7 – Fehlerhaftes Farbprofil ändern
- Windows 7 – Performance verbessern mit einfachen Mitteln
- Die Windows 7 Firewall im Überblick – Teil 5
- Windows 7 – Programme aus der Superbar starten
- Windows 7 – Service Pack 1
- Die Windows 7 Firewall im Überblick – Teil 4
- Die Windows 7 Firewall im Überblick – Teil 3
Trackbacks: 1
Kommentare: 2
-
1
Roger 16.09.2011 um 23:33 Uhr
Ready Boost macht sogar bei Rechnern mit 2 Gigabyte oder mehr noch Sinn weil dadurch sozusagen die Auslagerungsdatei entlastet wird oder besser gesagt ist der komplette Inhalt der Auslagerungsdatei auch in der Readyboost Datei abgelegt. Da ein USB Stick bzw. Flash-Speicher bei kleineren Dateiblöcken deutlich schneller ist und auch viel kürzere Zugriffszeiten bietet als eine Festplatte. Interessant ist auch dass Windows 7 meines Wissens sogar mehrere USB-Sticks parallel als Readyboost Speicher nutzen kann, bei Vista war das noch nicht möglich. Trotzalledem: Es geht einfach nichts über den Hauptspeicher, Windows 7 ist sehr speicherhungrig und am besten stattet man einen Windows 7 Rechner mit MINDESTENS 4, besser 8 oder sogar 16 GB RAM aus.
Info
Bevor Du einen Kommentar schreibst, solltest Du wissen, dass mein Blog "nofollow-free" ist, d.h. Du bekommst hier von mir einen echten Backlink auf Deine Seite.
Dafür nehme ich mir das Recht heraus, alle Links aus Deinem Kommentar zu entfernen, die alleine der Werbung dienen oder nur Pagerank abgreifen.



















1
tiefe RAM-Preise: für wen lohnt sich ein Upgrade? | Denkmaschinen-Blog 07.02.2012 um 20:56 Uhr
[...] Lesegeschwindigkeit bieten und auch die Zugriffszeiten sind noch kürzer als bei Flash-RAMs.Links:Beedy.de: Readyboost unter Windows 7 (und Vista) nutzenBlogs.technet.com: Daniel Melanchthon- Unter der Haube von ReadyBoostBlogs.technet.com: Mark [...]