Blogbeitrag
09 | 022010
Windows 7 und der Jugendschutz
Geschrieben von Stefan um 18:18 Uhr
Bereits unter Windows Vista wurde die Möglichkeit eingeführt, ein Benutzerkonto mit Jugendschutz- Optionen zu versehen, ohne dass man auf zusätzliche Software zurückgreifen muss. Mit Hilfe des Jugendschutzes können innerhalb eines Benutzerkontos die Zeit eingeschränkt werden und wann das betreffende Benutzerkonto genutzt werden darf. Ebenso kann die Freigabe der Spiele geregelt werden, die auf dem Rechner installiert sind. Und es ist möglich, den Zugriff auf installierte Programme zu erlauben oder zu blockieren. Unter Windows 7 ist der Jugendschutz ebenfalls wieder vertreten, und diesem Thema möchte ich mich nun widmen.
Wir gehen zuerst wieder über die Systemsteuerung zum Punkt „Benutzerkonten und Jugendschutz“.
Dort haben wir den Punkt „Jugendschutz für beliebige Benutzer einrichten“, diesen klicken wir an.
Wir sehen dann die Übersicht der bisher angelegten Benutzerkonten und wählen uns aus diesen ein Konto aus, welches wir mit dem Jugendschutz versehen möchten.
Hier ist darauf zu achten, dass wir ein Standardbenutzerkonto auswählen, denn ein Administratorkonto kann nicht mit einem Jugendschutz versehen werden, da der Administrator Vollzugriff auf das gesamte System hat.
Für den Fall, dass noch ein neues Konto angelegt werden muss, welches mit dem Jugendschutz versehen werden soll, empfehle ich folgenden Artikel. Dort habe ich diese Schritte bereits behandelt.
In meinem Falle wähle ich das Konto „Test“. Klicke ich das Konto an, so komme ich in die Übersicht des Jugendschutzes.
Hier kann im oberen Bereich gewählt werden, ob der Jugendschutz generell aus- oder eingeschaltet wird. Wir wollen ihn einschalten, also wählen wir „Ein- Einstellungen erzwingen“ aus. Nach dem Auswählen sehen wir, dass die Kategorien unter dem Benutzerbild freigeschaltet werden, die wir nun bearbeiten können.
Zeitlimits
Klicken wir auf den Punkt „Zeitlimits“ so können wir mit einfachen Mitteln regeln, wann sich der betreffende Benutzer einloggen darf. Dabei stellen die blauen Kästchen die verbotene Zeit und die weißen Kästchen die erlaubte Zeit dar.
In meinem Beispiel ist die Benutzung in der Zeit von 13 Uhr bis 20 Uhr erlaubt und in der restlichen Zeit verboten.
Spiele
Im Bereich Spiele kann man Einfluss auf die auf dem Computer installierten Spiele nehmen, die der Benutzer spielen darf und die er nicht spielen darf. Hier kann man zuerst einstellen, ob er generell spielen darf.
Wählt man hier „Ja“ aus, kann unter „Spielfreigaben festlegen“ entscheiden, ob er Spiele einer bestimmten Altersgruppe spielen darf. Im dritten Punkt kann man „Bestimmte Spiele zulassen oder blockieren“. Hier werden alle auf dem Rechner installierte und erkannte Spiele aufgelistet, welche man nun gezielt erlauben oder verbieten kann. In meinem Beispiel verbiete ich dem Benutzer „Test“ das generelle Benutzen der Spiele.
Es ist aber je nach installiertem Spiel möglich, dass in dieser Auflistung nicht alle Spiele erkannt werden. Hat man das Problem, dass hier ein Spiel nicht auftaucht, welches aber installiert ist und das man verbieten möchte, kann man dieses Spiel im nächsten Punkt des Jugendschutzes bearbeiten.
Bestimmte Programme zulassen oder blockieren
Dieser Punkt des Jugendschutzes ist je nach installierter Software und Spielen der umfangreichste Punkt, an dem man Einfluss auf die Benutzung des Kontos nehmen kann.
Mit einem Klick auf diesen Punkt wird man zuerst gefragt, ob der Benutzer alle Programme nutzen darf oder nicht. Wählen wir hier den Punkt „…darf nur die zugelassenen Programme verwenden“, dann wird daraufhin der Rechner nach der verfügbaren Software durchsucht.
Diese Liste kann dem Einen oder Anderen etwas unübersichtlich aussehen. Es kommt auch wie gesagt ganz darauf an, was man alles an Software installiert hat. Ich kann aber folgenden Tipp geben. Man geht zuerst auf den Button „Alle markieren“. Damit hat man zuerst einmal alle installierten Programme erlaubt und auch damit z.B. wichtige Programme wie den Virenscanner. Danach geht man von oben nach unten durch die Liste und wählt die Programme ab, welche man nicht erlauben möchte. Ebenso ist es hier möglich, weitere Programme, die eventuell nicht erscheinen, auf dem Rechner zu suchen mit der Option „Dieser Liste ein Programm hinzufügen“. Hiermit können Programme gesucht werden, die nicht installiert wurden, sondern nur mit einer EXE-Datei gestartet werden müssen, wie z.B. ein portables Programm.
Die Software ist in Sparten zusammengefasst. Auf dem Screenshot sieht man z.B. die ausgewählten Punkte, die in meinem Falle wichtig wären, weil dies die Steuerdateien sind für meine schnurlose Maus. Man muss auch keine Angst haben, mit diesen Einstellungen irgendetwas zu zerstören. Diese Änderungen beziehen sich nur auf das ausgesuchte Benutzerkonto, wenn also dort etwas nicht funktioniert, dann bekommt man eine Fehlermeldung beim Einloggen. In dieser Fehlermeldung wird dann gesagt, welches Programm nicht richtig ausgeführt werden konnte, weil eine bestimmte Datei nicht gestartet werden konnte. Diesen Namen muss man sich merken, da man diesen dann in dieser Liste sucht und erlaubt. Beim nächsten Start des Benutzerkontos wird man sehen, dass diese Fehlermeldung dann nicht mehr auftritt.
Generell sollte man nach den Einstellungen das angelegte und eingeschränkte Benutzerkonto überprüfen. So kann man sich auch einen Überblick verschaffen, welche Programme noch gesperrt werden sollen oder nicht. Wenn man diese Punkte alle durchgearbeitet hat, so hat man die mit dem Betriebssystem mitgelieferten Möglichkeiten des Jugendschutzes ausgeschöpft.
Der weitaus heiklere Teil spielt sich aber mittlerweile in den Weiten des Internets ab. Wenn man hierauf Einfluss nehmen möchte, so kommt man nicht an der Installation zusätzlicher Programme vorbei. Welche Möglichkeiten sich hier bieten, das behandele ich in einem meiner nächsten Artikel.
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Kategorie » Windows 7 «
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