Blogbeitrag

29 | 012010

Windows 7 – Was man beim Kauf beachten sollte

Geschrieben von um 13:51 Uhr

Nun ist es endlich da, das langersehnte Betriebssystem von Microsoft!

Viele können es jetzt nicht erwarten, Windows XP oder Vista loszuwerden. Man sollte sich aber schon vor dem Kauf von Windows 7 Gedanken machen, für was man Windows 7 einsetzen möchte.

Für den privaten Gebrauch hat man sich schnell entschieden, dort bietet sich vor allem Windows 7 Home Premium an. Es gibt zwar noch eine abgespeckte Version, Windows 7 Home Basic, diese wird aber nicht weltweit verkauft. In Ländern, wie z.B. den USA, Großbritannien, Deutschland und Italien kann man diese Version nicht kaufen und selbst wenn man sie in diesen Ländern besitzt, kann man die Lizenz dort nicht aktivieren.

Was die einzelnen Versionen können, kann in diesem Artikel nachgelesen werden.

Es ist auch nicht ganz unwichtig, welches Betriebssystem man momentan verwendet. Für Windows XP- Nutzer ist die Entscheidung schnell gefallen. Hier ist ein Upgrade auf Windows 7 nicht möglich, d.h. hier muss das System komplett neu installiert werden.

Bei Vista verhält es sich etwas anders, hier ist bedingt ein Upgrade auf Windows 7 möglich. In folgender Tabelle sieht man, wann ein Upgrade möglich ist und wann er einer Installation bedarf. Die linke Spalte stellt das aktuelle System dar, rechts daneben muss das System ausgesucht werden, welches man einsetzen möchte:

Windows 7 Übersicht

Was man beim Upgrade noch unbedingt beachten muss:

  • Eine 32- oder 64-Bit-Version von Vista lässt sich nur jeweils auf ein Windows 7 mit der identischen Bit-Zahl aktualisieren. Mit der 64-Bit-Version kann man mehr als drei Gigabyte Arbeitsspeicher unter Windows nutzen – aber nur, wenn der Rechner tatsächlich 64-Bit-tauglich ist. Ob dies der Fall ist, kann man dem Handbuch des PCs entnehmen oder beim Hersteller erfragen. Man kann auch die Tastenkombination „Windowstaste + Pause“ nutzen, um in den Systemeigenschaften nachzuschauen, welche Version im Einsatz ist.

Nun wissen wir, wann ein Upgrade möglich ist und wann nur eine Installation durchgeführt werden kann. Nicht ganz unwichtig bei dieser Entscheidung ist aber auch der Preis.

Hier kann man schnell zu viel Geld ausgeben, wenn man beim Kauf nicht auf die verschiedenen Lizenzmodelle achtet. Es werden hier nämlich jeweils drei Lizenzen pro Version angeboten, die Vollversion, die Upgrade- Version (Voraussetzung ist der Besitz von  XP oder Vista) oder die Systembuilder- Version.

Die Vollversion ist von den drei Lizenzmodellen sicherlich die teuerste. Hier bekommt man die schöne bunte Microsoft- Verpackung und zwei DVDs mit jeweils der 32-Bit- und 64-Bit- Version von Windows 7. Hier liegt der momentane Preis etwa bei 115€ für Home Premium (Stand 01/2010). Hier ist es nicht nötig, eine Vorgängerlizenz von XP oder Vista zu besitzen.

Im Upgrade sind die gleichen Inhalte zu finden, wie bei der Vollversion. Hier ist lediglich zu beachten, dass diese DVDs nur in Verbindung mit einem laufenden XP- oder Vista- System benutzt werden kann. Will man beispielsweise mit diesem Upgrade von XP auf Windows 7 wechseln, so muss das Upgrade aus dem laufenden XP- System gestartet werden, auch wenn es sich im Grunde um eine Neuinstallation handelt. Hier gibt es aber auch schon mehrere Berichte von Nutzern, dass es auch mit einer Upgrade- DVD schon möglich war eine Neuinstallation durchzuführen. Der momentane Preis für eine Upgrade- Version von Home Premium liegt etwa bei 95€. Voraussetzung ist eine gültige XP- oder Vista- Lizenz.

Dann gibt es noch die Systembuilder- Lizenz, auch bekannt als OEM- Version. Diese Versionen hat man bei den früheren Betriebssystemen nur vorinstalliert auf gekauften Rechnern bekommen, die dann meist mit zahlreicher zusätzlicher Werbesoftware bestückt waren.

Diese Lizenz ist sehr interessant, da es hier ein wichtiges Gerichtsurteil zur Benutzung dieser Lizenzen gegeben hat. Weitere Informationen hierzu sind in diesem Artikel von Heise nachzulesen. Durch das Urteil dürfen nun diese OEM- Lizenzen auch einzeln verkauft werden, die an sich eine vollwertige Lizenz darstellen, aber nur ohne große Verpackung ausgeliefert werden und auch nur eine DVD enthalten, jeweils eine 32-Bit- oder eine 64-Bit- Version. Dafür liegt der Preis dieser OEM- Lizenz für die Version Home Premium momentan etwa bei 80€. Und meiner Meinung nach kann man für diesen Preis gerne auf eine Verpackung verzichten.

Wer aber in der nächsten Zeit plant, von einem 32-Bit- System auf ein 64-Bit- System umzusteigen, der sollte eventuell darüber nachdenken, sich für die Upgrade- Version zu entscheiden. Eine Vollversion lohnt sich eigentlich nur dann, wenn man keine Lizenz von Vista oder XP besitzt und sich auch den Weg offen lassen möchte, ob man ein 32- oder 64-Bit- System einsetzen möchte.

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